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Nr.PositionBemerkung
00002111040010024000221001

Diese Stellung wurde bereits in der separaten Variante 1 ausführlich analysiert. Ebenso wurde dort die Einengungsvariante durch den schwarzen Angriff a1 behandelt.

In diesem Beispiel wird die weiße Verteidigung für Variante 2 (Rausdrücken) behandelt.

 

 

10002111000110220000221001

Vor diesem Angriff auf e4 haben die meisten Anfänger große Angst und spielen daher g4 statt g1. Die folgenden Züge zeigen aber, dass Weiß keine Angst haben muss. Das Gegenteil ist der Fall, wenn Schwarz sich falsch verteidigt, dann ist ein Verlust möglich.

Weiß ignoriert die schwarze Mühledrohung und strebt eine zweite Mühle an, indem er a4 setzt.

In dieser Variante wird auch ein prinzipielles Problem der Eckangriffe deutlich, nämlich dass die weiße Mühle nicht blockiert ist und nach dem Beenden der Setzphase von Weiß mit dem ersten Zug geöffnet werden kann.

20442111444112224444221041

Schwarz blockiert die drohende Mühle durch Setzen auf c4.

Wie die roten Analysepunkte zeigen, hat Weiß nun nur noch den Zug a1, aber der führt auch zu einer zweiten Mühle.

Variante: Falls Schwarz statt auf c4 zu setzen mit g4 seine Mühle macht, dann ersetzt Weiß einfach den genommenen Stein. Danach wird Schwarz meist auf c4 verteidigen und Weiß antwortet mit der Mühledrohung d1, die Schwarz mit e3 oder e5 parieren muss (a1 Bild unten verliert sogar). Im ersten Zug kann Weiß dann seine zweite Mühle öffnen und das weitere Spiel ist eher vorteilhaft für Weiß.

Variante

30442111444112220444221101

Weiß kommt durch die Doppeldrohung a1 zu einer zweiten Mühle und Schwarz bleiben nur die folgenden Züge, wenn er nicht verlieren will:

  • d1
  • g4 und das Schlagen von beispielweise a1, g1 oder f2

 

40102111000112220000221121

Variante 1:

  • Schwarz hat d1 gespielt
  • Weiß hat mit a7xd1 eine zweite Mühle gemacht
  • Schwarz hat d1 ersetzt

Die schwarzen Steine stehen zusammen und sollte Weiß mit g1-g4 im ersten Zug die Mühle blockieren, dann öffnet e4-e3 eine schwarze Mühle.

Zieht Weiß dagegen a7-d7 oder d6-d5 und öffnet eine Mühle, dann schlägt Schwarz g7-g4xf2.

In beiden Fällen kommt es zum Schlagabtausch und die Partie endet remis.

50002111000112222000220101

Variante 2:

Schwarz schließt die Mühle mit g4xf2.

Nun kann Weiß seine Mühle machen und einen Stein nehmen. Schwarz ersetzt den Stein und endet mit einer offenen Mühle.

Alternativ kann Weiß die schwarze offene Mühle mit f2 blockieren. Dann setzt Schwarz auf d3 oder e3 und hat auch in einem Zug eine offene Mühle.

In beiden Fällen kommt es zum Schlagabtausch und die Partie endet Remis.